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Unfallverhütung bei Kindern

Messer, Gabel, Schere, Licht ...– aber auch viele andere Dinge sind nichts für Kinder. Die Unfallgefahren für Kinder sind zahlreich. Selbst kleinste Unaufmerksamkeiten der Eltern können fatale Folgen für sie haben.

Kinder können Gefahrenquellen noch nicht richtig einschätzen. Machen Sie daher Kinder immer wieder auf Gefahrenquellen aufmerksam und versuchen Sie, Gefahrenquellen für Ihr Kind in der eigenen Umgebung weitgehend auszuschließen. Das erfordert manchmal, einfallsreicher zu sein als Ihr Kind – und ist oft eine echte Herausforderung, denn fast täglich erwirbt der Nachwuchs neue Fähigkeiten.

Die Statistik bei Unfällen von Kindern sieht folgendermaßen aus. Rund 170.000 Kinder verunglücken jedes Jahr in Österreich – ca. 50 davon sterben sogar. Tödliche Unfälle passieren zu 40% im Heim- und Freizeitbereich, zu 52% im Verkehr (mit Schulweg) und „nur“ zu 8% in der Schule.

Bedenken Sie bitte auch, dass ständige Verbote nur den Reiz einer Sache erhöhen. Da Kinder auch aus dem Verhalten Erwachsener lernen, gehen Sie mit gutem Beispiel voran und geizen Sie bei größeren Kindern auch nicht mit Erklärungen, warum etwas gefährlich ist.

Wir haben hier für Sie zusammengestellt, was Sie selbst für mehr Sicherheit Ihres Sprösslings tun können:

Im Straßenverkehr:

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind mit heller und reflektierender Kleidung im Straßenverkehr gut sichtbar ist.
  • Üben Sie den Weg zur Schule, zu Freunden, zur Familie, zum Einkauf.
  • Seien Sie Vorbild für Ihr Kind und üben Sie daher mit Ihrem Kind so oft wie möglich richtiges Verhalten im Straßenverkehr und nehmen Sie selbst als Verkehrsteilnehmer besonders Rücksicht auf Kinder.
  • Weisen Sie auf Gefahrenquellen hin.

Beim Radfahren:

  • Lassen Sie Kinder unter 10 Jahren nicht alleine auf der Straße fahren!
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind einen Fahrradhelm trägt und das Rad verkehrssicher ist: Dazu gehören Lenker und Sattel in der richtigen Höhe, funktionierende Bremsen und Beleuchtung, Reflektoren und eine Klingel.
  • Ihr Kind sollte die Fahrradprüfung abgelegt hat.

Beim Skaten:

  • Schutzhelm, Knie-, Ellbogen- und Handgelenksschoner sehen nicht nur cool aus – es ist auch clever, sie zu benutzen!

Sicherheit für Kinder im Freien:

  • Begleiten Sie Ihr Kind am Anfang auf Spielplätze und zeigen Sie ihm, wie es mit den jeweiligen Spielgeräten gefahrlos umgehen kann, z. B. beim Schaukeln und Klettern mit beiden Händen festhalten oder erst rutschen, wenn Rutschbahn und „Landeplatz“ frei sind.
  • Prüfen Sie Spielgeräte im Garten regelmäßig auf Schäden und Verschleiß. Der Boden unter den Geräten sollte aus Rasen oder dämpfendem Material bestehen. Verankern Sie Spielgeräte im Garten sicher im Boden, damit diese stabil stehen und nicht umkippen können. Sichern Sie ihren Gartenteich, ihren Pool und Regentonne so, dass Kinder nicht hineinfallen und ertrinken können.
  • Schicken Sie Ihr Kind so früh wie möglich zum Schwimmunterricht.
  • Lassen Sie Kinder nie ohne Aufsicht am und im Wasser spielen.
  • Achtung Giftpflanzen! Lehren Sie Ihr Kind, NIEMALS Pflanzenteile, Beeren oder Pilze in den Mund zu stecken, wenn Sie nicht absolut sicher wissen, dass diese ungiftig sind.
    Schützen Sie Ihr Kind vor zu viel Sonne: Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Sonnenschutzfaktor, Kopfbedeckungen, die auch den Nacken abdecken, und eine dunkle Sonnenbrille mit UV-Filter schützen – und sind cool!

 

Schnelle Hilfe bei kleineren Unfällen von Kindern

  • Kleine Schürf- und Schnittwunden sollten zunächst z. B. mit sauberem Wasser (Leitungs- oder Mineralwasser) gereinigt werden. Danach folgt die Desinfektion mit jodfreien und nicht schmerzenden Desinfektionsmitteln. So als nötig mit Verbandstoffen, die nicht verkleben - oft tut´s auch ein buntes Pflaster - versorgen.
  • Blutungen können z. B. mittels eines Erste-Hilfe-Sprays und starke Blutungen durch einen Druckverband zunächst zum Stillstand gebracht werden. Platzwunden, große und tiefe Wunden sowie Wunden im Gesichtsbereich müssen ärztlich versorgt werden.
  • Kleine Fremdkörper (z. B. Steinchen, Schiefer etc.) können mit einer desinfizierten Pinzette oder Nadel entfernt werden - anschließend Wunde desinfizieren und je nach Größe verbinden. Große Fremdkörper dürfen keinesfalls aus der Wunde entfernt werden - die Versorgung muss im Krankenhaus erfolgen.
  • Bei Nasenbluten sollte der Kopf nach vorne gerichtet sein, sodass das Blut gut abfließen kann und der Nacken z. B. mit einer kalten Gelkompresse oder einem feuchten Tuch gekühlt werden.
  • Bei Vergiftungen wenden Sie sich bitte sofort an die Vergiftungszentrale Tel. 01-406 43 43.
  • Bei Verbrennungen jeglicher Art die Wunde sofort 5 - 10 Minuten unter fließendes, kaltes Wasser halten. Bei größeren Flächen umgehend ärztliche Hilfe anfordern oder das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen.

 

Bei größeren Unfällen setzen Sie einen Notruf (Tel. 144) ab. Zögern Sie nie, den Notarzt- bzw. Rettungswagen zu rufen! Der Notruf 144 ist immer kostenlos – auch über Handy. Hinweis: seit Juli 2009 sind Notrufe mit dem Handy nur mit eingelegter und betriebsbereiter Betreiberkarte (SIM-Karte) möglich.

Folgende Informationen sind für die Rettungsleitstelle wichtig:

  • Wo? Geben Sie den genauen Ort an, an dem sich der Unfall ereignet hat. Bei komplizierteren Örtlichkeiten gegebenenfalls sogar eine genaue Wegbeschreibung.
  • Was ist passiert?
    Beschreiben Sie den Unfall.
  • Wie viele Verletzte?
    Nennen Sie die Zahl der Verletzten, bei Kindern unbedingt auch das Alter.
  • Welche Verletzungen?
    Beschreiben Sie nach Ihrer Beobachtung die Schwere der Verletzung - z.B. atmet nicht, hat sich am ganzen Körper verbrüht, Stromschlag, Sturz mit Bein- oder Armbruch, der Knochen durchsticht die Haut.
  • Warten Sie auf Rückfragen!
    Beenden Sie das Telefongespräch erst dann, wenn die Rettungsleitstelle Ihnen sagt, dass sie alle Informationen erhalten hat! Normalerweise fällt darunter die Aufnahme der Daten des Anrufers.